Mobil

+49 176 46012376

Email

hallo@madamebalance.de

Morgen, am 07.04., ist Weltgesundheitstag! Aktuell dreht sich ja alles um Corona, worüber ich aber nicht schreiben möchte.

Ich schreibe für euch über ein Gesundheitsrisiko, das die Weltgesundheitsorganisation zum größten des 21. Jahrhunderts deklarierte.

Nämlich Stress.

Das war bereits vor der Corona-Pandemie. Die negative Wirkung von Stress auf unsere Gesundheit verliert jedoch kein bisschen an Brisanz. Vielleicht sogar im Gegenteil – viele Menschen erleben jetzt Stress. Weil sie Angst um ihre Gesundheit, ihren Arbeitsplatz oder ihre Angehörigen haben oder weil das Aufeinanderhocken zu Hause mit der ganzen Familie plus Home Office zur Belastung wird oder weil sie noch einsamer sind aufgrund des Kontaktverbots als zuvor. Die Gründe für Stress sind vielfältig – Erwartungen des Arbeitgebers, Erwartungen an mich selbst, gesellschaftliche Konventionen, Leistungsdruck, psychische Konstitution und vieles mehr.

Aber ich möchte von vorne beginnen:

Was passiert bei „Stress“?

In einer Stresssituation fallen wir evolutionär viele viele tausend Jahre zurück.
Jetzt gilt nur noch „fight or flight“! Und das hat sich über all die Zeit nicht vereändert.

Unser Neo-Kortex (auch Denkhirn genannt) verabschiedet sich ziemlich direkt aus seinen Aufgaben und überlässt unserem Stammhirn die Arbeit. Dieses entscheidet nun, was zu tun ist und unser Körper versetzt sich blitzschnell in Bereitschaft.

Stell dir vor, wie du am Steuer sitzt und vor dir rollt ein Ball über die Straße. Ohne nachzudenken, trittst du auf die Bremse. Dein Herz und deine Atmung rasen, deine Muskeln sind angespannt, du schwitzt.

Diese Reaktionsfähigkeit ist überlebenswichtig und hat sich trotz aller zivilisatorischen Errungenschaften nicht verändert! Zum Glück!

Stress bzw. Stressreaktionen sind nicht immer negativ! Stress macht uns hochkonzentriert und leistungsfähiger. Es gibt auch Menschen, die Stresssituationen als Herausforderung sehen und ohne Angst annehmen können. Andere suchen in stressigen Zeiten verstärkt Geselligkeit und Unterstütung. Sie sind “tend-and-befriend”.

Wenn du zur fight-or-flight Gruppe gehörst, dann denke jetzt bitte nicht “Großartig, andere bekommen das ja scheinbar besser hin als ich!” Erinnere dich, dass das Stresserleben von unterschiedlichen inneren wie äußeren Faktoren abhängt (siehe oben). Aber auch du kannst lernen, gelassener mit Stress umzugehen! 🙂

Nach einer Stresssituation beruhigen wir uns im Normalfall wieder und entspannen uns. Vielleicht sind wir auch müde und ruhen uns aus. All die ausgeschütteten Stresshormone werden wieder abgebaut, unser Körper und Geist beruhigt sich und der Neo-Kortex traut sich wieder aus seinem Versteck.

Wie Stress uns krankmacht

Kritisch wird es dann, wenn diese Ruhe- und Regenerationsphase immer knapper wird oder gar ausfällt! Dann sprechen wir von Dauerstress und dieser kann dich krankmachen. Das Gefährliche dabei ist, dass die Erkrankung durch Stress ein schleichender Prozess ist und oft lange Zeit nicht bemerkt wird. So wie bei der wohl bekanntesten Erkrankung durch Dauerstress – Burnout.

Es wird gerne das Bild vermittelt, dass Burnout mit besonderer Anstrengung und (Arbeits-)Leistung zusammenhängt. Was zweifelsohne stimmt, nur eben als Arbeitsüberlastung. Gesellschaftliche, private und persönliche Faktoren, die Stress auslösen können, spielen ebenso eine Rolle.
Burnout verläuft in verschiedene Phasen und endet meist in einer völligen Erschöpfung, die sogar lebensbedrohlich werden kann.

Übermäßiger oder dauerhafter Stress zeigt sich aber auch in Herz-Kreislauf-Störungen, Magenbeschwerden bis hin zu -geschwüren. Verdauungsprobleme, schnelles und flaches Atmen, ein labiles Immunsystem, Übergewicht, Schlafstörungen, Gereiztheit, Konsum von Drogen, Alkohol oder Zigaretten uva. können Resultate von Stress sein.

Häufig nehmen Betroffene diese Zeichen nicht ernst oder gar nicht erst wahr und denken, sie müssten einfach nur mehr leisten, effizienter arbeiten oder sich zusammenreißen, dann würde es schon wieder werden.
Das ist jedoch der große Irrtum, der schwerwiegende Folgen haben kann.

Bemerkst du schon länger, dass du immer wieder in Stress gerätst und du nicht zur Ruhe kommst? Schläfst du schlecht oder bist häufig gereizt?
Dann ist jetzt der Zeitpunkt, dich mit deinem Stresserleben und möglichen Gegenmaßnahmen wie Entspannung oder Formen der Stressbewältigung zu beschäftigen.

Wie dir Stressbewältigung bzw. Stressmanagement dabei helfen kann, kannst du ihn hier nachlesen: https://madamebalance.de/2020/03/23/stress-abbauen-aber-wie/

Pass auf dich auf und gehe deinem Stress auf den Grund! Für deine Gesundheit und zum Weltgesundheitstag!

Herzlich,
deine Madeleine

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Recommended Articles