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Der Weg zur achtsamen Haltung

Kürzlich habe ich in einer Online-Gruppe die Frage gelesen, worüber man eigentlich noch lachen dürfe, wenn man achtsam ist? Über Blondinenwitze oder den Dialekt oder Akzent anderer? Meine Haltung dazu ist klar – ÜBER andere zu lachen ist respektlos und kaum achtsam. Auch, wenn es sich um fiktive Figuren handelt. Blondinen-Witze sind Witze über Frauen und Witze über Dialekte, Akzente, dick oder dünn sein, markiert die betreffenden Menschen mit einem vermeintlichen „Makel“. Dazu muss der Witz nicht einmal ausgesprochen werden.

„Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“

Buddha

Ein Witz ist ein Witz, aber viele Witze werden zur Wirklichkeit.

Die Frage in der Gruppe ging aber noch tiefer. Sie fragte – woher weiß ich, dass das, was ich denke oder sage achtsam ist? (Wenn du dich gerade fragst, was denn überhaupt „Achtsamkeit“ bedeutet, lies mal hier.)

Ich habe mir diese Frage auch gestellt und habe ein Hilfsmittel für mich entdeckt. Mit zwei simplen Fragen kann ich ergründen, ob ich achtsam bin.

Dient es dir oder der Welt?

Dienen – klingt in deinen Ohren unterwürfig und antiquiert? Du kannst es auch mit ,nützen‘ übersetzen. Nützt es dir und der Welt?

Egal, welchen Ausdruck du verwenden möchtest, es geht darum zu überprüfen, wie achtsam du mit dir und mit anderen in deinen Gedanken, in deiner Sprache und deinem Empfinden umgehst.

Dazu stelle dir folgende Fragen.

Dient es mir?

Fühlst du dich wohl damit, was du denkst, sagst, fühlst oder tust? Macht es dich zufrieden? Macht es dich glücklich? Trägt es dazu bei, dass du dich sicher fühlst? Trägt es dazu bei, dass du dich selbst wertschätzt und liebst? Dich selbst zu lieben, wertzuschätzen, dir selbst zu vertrauen ist so unersetzlich und unabdingbar, wenn du achtsam und mitfühlend mit dir und anderen sein möchtest. 

Also frage dich: dient dir selbst dein Gedanke, dein Gefühl, deine Handlung?

Fühle bei dieser Frage in dich hinein. Deine Intuition, dein Unterbewusstsein, dein Bauchgefühl weiß die Antwort bereits und gibt sie gerne an dich weiter

Dient es der oder dem anderen?

Trägst du zum Wohlbefinden, zur Wertschätzung, zum Glück anderer bei? Es müssen nicht immer Menschen sein, die in deine Reflektion eingebunden werden. Frage dich dies beispielsweise auch gegenüber der Natur, Pflanzen und Tieren.
Natürlich behaupte ich nicht, dass wir immer zum Wohle aller auf dieser Welt handeln können. Das ist unmöglich. Aber in konkreten Situationen, mit konkreten Menschen, in deinem konkreten Verhalten kannst du dich das ab und zu mal fragen. Denn ich bin überzeugt, würden wir uns alle häufiger diese Frage stellen – unsere Welt sehe anders aus…

Du kannst dir diese Frage auch stellen, wenn du beispielsweise an einen Menschen denkst, der dich verletzt hat.
Dient deine Wut diesem Menschen?
Und damit meine ich nicht, ob dieser Mensch Genugtuung durch deine Wut erhält, sondern hilft es diesem Menschen die Macht über deine Gefühle zu verlieren?
Wir sind so erzogen worden, dass man sich entschuldigt, wenn man verletzend war. Aber was machst du, wenn sich dein Gegenüber nicht entschuldigt oder es nicht mehr kann? Möchtest du dann ewig den Schmerz mit dir herumtragen? Sicher nicht…
Du kannst deinen Schmerz selbst heilen. Wenn du die Frage verneinst, dann möchtest du vielleicht daran arbeiten, der Person dabei zu helfen, ihre Macht über dich und dein Empfinden zu verlieren. Dann möchtest du vielleicht daran arbeiten, diesem Menschen zu verzeihen und gleichzeitig deine Verletzung zu heilen.

Wenn du dich also das nächste Mal fragst, ob du achtsam bist, dann fang immer bei dir selbst an. Nur mit deinem Mitgefühl für dich selbst, kannst du auch mitfühlend für andere sein. Ob sie dir Gutes tun oder nicht.

Probier es aus und lass mich gerne wissen, wie es dir damit geht!

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