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Wenn du dich um einen Elternteil oder dein Kind kümmerst bzw. pflegst, dann soll es ihr/ihm so gut gehen wie möglich. Du sorgst für diesen Menschen, rund um die Uhr.

Sorgst du aber auch für dich? Ich kann die Frage auch anders stellen – wie wichtig nimmst du deine eigenen Bedürfnisse? Für sich selbst zu sorgen ist wichtig, besonders wenn man Angehörige pflegt. Denn auf dich kommt es an! Wenn du nicht für dich sorgst, wer soll es dann tun und wie möchtest du dann andere versorgen?

In diesem Artikel zeige ich dir 5 Möglichkeiten, wie du im Alltag für dich selbst sorgen kannst.

Hörst du auf deine Bedürfnisse?

Du pflegst deine Mutter, deine Ehefrau, deinen Opa, dein Kind, das eine Behinderung hat. Du bist jeden Tag da, hörst auf seine oder ihre Bedürfnisse und gibst alles, um das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

Die eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen erscheint dir selbstverständlich. Bis der Moment kommt, in dem du unzufrieden wirst und nicht mehr kannst. Du hast nur noch das Gefühl zu funktionieren. Anstatt das Leben zu gestalten, reagierst du nur noch. Du hast Stress, bist gereizt und fühlst dich als Opfer deines Lebens.

Ich kenne aus eigener Erfahrung das Problem, eigene Grenzen nicht aufzeigen zu können, weil es zu Konflikten mit dem Menschen führen könnte, dem es doch (vermeintlich) so viel schlechter geht als mir. Aber auch das gehört zur Selbstfürsorge. Für sich einstehen.

Du wirst merken, wenn du selbst für dich sorgst und deinen eigenen Bedürfnissen genügend Raum gibst, wird dir in kleinen Schritten das Gefühl zurückgegeben (oder bewahrt), handlungsfähig zu sein und nicht lediglich abhänig zu sein von äußeren Umständen.

Nimm dich wichtig. Nimm deine Bedürfnisse ernst und sorge für dich selbst so gut, wie du für deine Angehörigen sorgst.

5 Schritte, um für dich selbst zu sorgen

Nur wo anfangen? Ich zeige dir 5 Momente deines Alltags, die du nutzen kannst, um für dich selbst zu sorgen und dadurch Belastungen und Stress zu reduzieren. Unter Umständen musst du diese Zeiten einfordern. Vergesse nicht, dass du zu deinen Bedürfnissen stehen möchtest und es nicht bedeutet, dass du deinen Angehörigen vernachlässigst. Ganz im Gegenteil. Dein achtsamer und behutsamer Umgang mit dir selbst wird sich auch positiv auf deine Pflege auswirken.

1. Starte bewusst und positiv in den Tag

Was ist dein erster Gedanke, wenn du morgens aufwachst? Was ist das Erste, was du morgens tust, wenn du die Augen aufschlägst? Hältst du als erstes dein Handy in der Hand? Nimmst du dir morgens Zeit oder springst du in deine Klamotten und los?
Wie wir unseren Tag beginnen, hat einen enormen Einfluss darauf, wie der weitere Tag verläuft.

Entwickle eine kurze Morgenroutine, 3-5 Minuten reichen schon, um deinen Tag bewusst zu starten. Du kannst

  • dir morgens 3 Dinge überlegen, für die du dankbar bist. Das können ganz kleine Dinge sein.
  • meditieren. Das kann ein Body-Scan sein, bei dem du deinen Körper bewusst von den Füßen bis zum Kopf oder umgekehrt wahrnimmst oder du holst dir eine Meditations-App und lässt dich durch eine Meditation führen.
  • dich ausgiebig strecken und dehnen, lächeln und freue dich auf den neuen Tag. Selbst wenn du nicht mehr weißt, warum du dich freuen solltest, weil deine Belastung so groß ist – probiere es aus. Du wirst merken, wie es deine Laune hebt, wenn du lächelst.
  • bewusst ein Glas Wasser trinken. Somit hast du einen achtsamen Moment geschaffen, mit etwas, das du über den Tag vermutlich eh zu wenig machst.

2. Nutze deine Mittagspause und mache zwischendurch kurze Pausen

Du machst gar keine Mittagspause, weil du denkst, du hast keine Zeit dafür? Du möchtest sie dir unbedingt nehmen, denn es ist dein ganz dringendes Bedürfnis eine Pause zu machen.

Räume dir wenigstens 15-20 Minuten für deine Mittagspause ein. Nutze sie, um dich hinzusetzen und ohne Ablenkung durch Radio, Fernsehen, Zeitung oder Handy zu essen. Konzentriere dich auf dein Essen und nimm es bewusst wahr. Dein Körper braucht in anstrengenden Momenten viel Energie. Versuche, die Löcher nicht durch schnelle Zuckerzufuhr zu stopfen. Höre auf die Bedürfnisse deines Körpers und versorge ihn mit Vitaminen aus frischem Obst und Gemüse.

Aber auch zwischendurch möchtest du durchatmen. Gönne dir kleine Pausen von 5-10 Minuten, schließe die Augen und atme tief ein und aus. Am besten am geöffneten Fenster. Wenn du es schaffst dir noch mehr Zeit einzuplanen, dann gehe raus spazieren. Bewegung hilft enorm, um Stress und Belastungen abzubauen.

3. Trinke genug

Zu wenig Flüssigkeit wirkt sich negativ auf deinen Körper aus. Deine Konzentrationsfähigkeit lässt nach, du wirst innerlich unruhig oder kannst Kopfschmerzen bekommen. Stelle dir ein Glas oder besser eine Flasche Wasser griffbereit dorthin, wo du dich am häufigsten aufhältst. Du kannst dir auch mehrere Wasserstellen einrichten und wenn sie leer sind, füllst du sie direkt wieder auf.

Ist dir schon mal passiert, dass du auf die Toilette musst und 4 Stunden später fällt dir auf, dass du immer noch nicht warst? Viele Menschen vergessen oder ignorieren im Stress ihre körperlichen Grundbedürfnisse. Wenn du das Bedürfnis verspürst, auf die Toilette zu gehen, dann möchtest du sofort auf dieses Bedürfnis hören.

4. Halte mindestens einmal am Tag inne und lobe dich

Was du leistest ist enorm! Es ist keine Selbstverständlichkeit und du hast dafür jede Menge Lob verdient. Aber niemand lobt dich? Stattdessen kämpfst du dich mit den alltäglichen Belastungen, Pflegekassen oder Ärzten ab? (Das ist kein Ärztebashing, aber ich weiß, dass man sich häufig allein gelassen fühlt…)

Löse dich von der Erwartung, Lob müsse von außen kommen. Lobe dich selbst. Klopfe dir auf die Schulter und sage dir „Ich bin stark und es ist enorm, was ich leiste“.

5. Beende deinen Tag mit einem Ritual

Vielleicht fällst du abends vor Erschöpfung einfach nur ins Bett. Nimm dir dennoch 1-2 Minuten Zeit und rufe dir all die schönen Dinge in Erinnerung, die du an diesem Tag erlebt hast. Was lief gut? Worüber hast du gelächelt? An welche schönen Worte kannst du dich erinnern? Auch hier können es die ganz kleinen Dinge sein.
Mit einem abendlichen Ritual kannst du mit einem guten Gefühl einschlafen.

Dein Tag ist voll mit Aufgaben rund um die Pflege deines oder deiner Angehörigen. Gerade deswegen möchtest du auf dich und deine Bedürfnisse hören, damit du zukünftig gelassener durch anstrengende Zeiten kommst. Selbstfürsorge ist etwas, was du dir schenken möchtest.

Entwickle eine Morgenroutine, um den Tag bewusst und in Ruhe zu starten. Das wird sich auf deinen gesamten Tag auswirken. Mache bewusste Pausen, um durchzuatmen, dich zu bewegen und in Ruhe zu essen. Trinke genug und höre auf deine Grundbedürfnisse. Lobe dich selbst und beende deinen Tag mit positiven Gedanken.

Sorge für dich selbst. Deine Gesundheit wird es dir danken und die Person, die du pflegst, auch.

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