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Fällt es dir schwer, dir Auszeiten zu erlauben? Ging mir auch so. Lies hier meine 3 wichtigsten Lehren.

Wie oft habe ich schon gedacht: „Ich muss mir eine Auszeit nehmen. Ich brauche endlich etwas Luft, um mal wieder klar denken zu können.“ Ich spürte dieses starke Bedürfnis sogar körperlich, diesen dringenden Wunsch zur Ruhe zu kommen.

Aber Pustekuchen. Ich habe mir nie Auszeiten gegönnt, sondern bin immer weitergehechtet. Von einer Aufgabe zur nächsten, von einem neuen Job zum nächsten, von einer Lebensphase in die nächste – ohne Pause.

Am meisten gebraucht hätte ich die Auszeit nachdem meine Mutter gestorben war. Die Trauer wog schwer, aber ich musste meinen Lebensunterhalt nun selbst verdienen bzw. ich glaubte, ich müsste jetzt alles alleine wuppen und mich ganz alleine versorgen. Also habe ich mir neben meinem Masterstudium eine 50%-Stelle gesucht und geackert wie eine Blöde. An die Bewältigung meiner Trauer war gar nicht zu denken.

Ich arbeitete damals in der Personalabteilung eines großen Unternehmens und hatte daher häufig mit Bewerbungen zu tun. In einer Bewerbung las ich, dass sich eine Person nach dem Tod ihres Vaters eine halbjährige Auszeit nahm und jetzt wieder zurückmöchte in ihren Beruf. Ich dachte nur: „Wow! Die Person hat es richtig gemacht! Wie gerne hätte ich das auch! Wie hat die das nur finanziert?“

Tja, hätte ich mir die Auszeit doch genommen. Es wäre möglich gewesen ein Urlaubssemester einzulegen und meine Schwiegerfamilie oder meine Verwandten um Unterstützung zu bitten.

Ich habe es mir aber nicht ERLAUBT! Ich dachte, ich muss es alleine schaffen.
Das ist übrigens ein Glaubenssatz, der viele Menschen antreibt. Ist das auch dein Antreiber?

Und so ging es einfach weiter. Ich möchte dich aber jetzt nicht mit meiner Lebensgeschichte langweilen, sondern dir aufzeigen, was ich daraus gelernt habe und wie dir meine Erfahrungen helfen können, nicht zu glauben, immer durchhalten zu müssen.

Meine Learnings aus nötigen und nicht genommenen Auszeiten.

1. Nimm dein Bedürfnis nach Ruhe ernst

Das ist immer so leicht gesagt, sich eine Auszeit zu nehmen? Es ist auch leicht gemacht. Ehrlich, denn du möchtest dir Pausen gönnen, weil das dein tiefes Bedürfnis ist. Das kann ich gar nicht oft genug sagen. Du möchtest auf dein Bedürfnis hören. Du darfst dir erlauben, das Bedürfnis zu haben, für dich zu sorgen und du möchtest es ganz unbedingt tun.

Suche dir dazu Unterstützung. Das muss jetzt gar nicht gleich ein Coaching oder eine Beratung sein. Denke vielmehr an Rituale oder Entspannungsmethoden. Plane dir eine halbe Stunde am Tag für eine Runde Yoga, einen Spaziergang, eine Meditation oder ein Nichtstun-auf-dem-Sofa ein.

Mache ein festes Ritual daraus und führe es immer zur gleichen Uhrzeit durch, denn wir Menschen brauchen eine Weile, bis wir neue Dinge in unser Leben integriert haben. Daher hilft ein fester Zeitpunkt, damit du dieses Ritual auch täglich durchführst. Es sollte dir aber unbedingt Spaß machen und keine zusätzliche Last sein. Suche dir also eine Auszeit, die du wirklich gerne machst. Gehe nicht joggen, wenn du dabei denkst: „Ich hasse joggen, aber man macht das halt.“

Du kannst auch eine konkrete Methode wählen, um dich ins Gleichgewicht zu bringen. Ich nutze beispielsweise EFT (emotional freedom technique). Das ist eine Klopfakupressur, die unsere körpereigenen Energien wieder ins Fließen bringt. Wenn wir Angst, Ärger, Schmerz oder andere belastenden Emotionen verspüren, dann sitzt irgendwo in unserem Körper eine Blockade. Ich klopfe daher täglich für meine Gelassenheit.  

2. Nutze die Auszeit für eine innere Reflektion

Bei dem Wort „Auszeit“ denkst du vielleicht auch daran, weit weg zu fahren, alles hinter dir zu lassen, dich zurückzuziehen, neue Wege zu suchen.

Oh ja…. An Weite, Berge und Seen denke ich da….

So ein totaler Break ist nicht immer möglich und auch nicht nötig.
Ich kann dir jedoch eines mit auf deinen Weg geben: Egal wie lange du dich herausnimmst aus deinem Alltag, deine Geister werden dich bald heimsuchen, wenn du deine Auszeit nicht dazu nutzt, dein eigenes Denken und Handeln zu reflektieren. Egal wie lange und wo du für deine Auszeit bist, du wirst ziemlich schnell wieder in alte Fahrwasser geraten, wenn du dein bisheriges Verhalten icht reflektierst.

Schau, als ich studierte und diese halbe Stelle hatte, war ich nach 6 Monaten am Ende. Ich bin dann mit meinem Freund 4 Wochen lang in Urlaub gefahren. Wunderschön, erholsam und ich hatte wirklich neue Kraft geschöpft. Um weiterzumachen. Genauso wie zuvor. Nichts hatte sich an meinem eigenen Handeln verändert und die nächste Überlastung war schon vorprogrammiert.

Nutze also die Zeit der Ruhe und Erholung, um darüber nachzudenken, wo die Stellschrauben sein könnten, damit du auch nachhaltig was an deinem Denken und Verhalten verändern kannst. Damit du dir zwischendrin Pausen und Ruhezonen erlaubst, die du benötigst, um im Gleichgewicht zu bleiben. Bevor du keine Energie mehr hast.

3. Arbeite an deinen Antreibern

Sogenannte Antreiber oder Glaubenssätze haben ja nicht nur schlechte Seiten. Mein Glaubenssatz „Ich muss alles alleine schaffen“ hat mir sehr viel Flexibilität und Entscheidungsfreiheit gebracht, weil ich nicht immer andere mit einbezogen habe. Zudem konnte ich stolz auf mich sein, wenn ich etwas alleine geschafft hatte.

Damit dieser Antreiber aber nicht ins Negative abdriftet, ist es wichtig, dass du dir auch Erlauber zulegst. Wenn also dein Antreiber sagt: „Los, du musst das schaffen, das kannst du jetzt nicht an jemanden abgeben!“, dann darf hier dein Erlauber intervenieren: „Wenn ich aber diese Aufgabe abgebe, die andere genauso gut können oder vielleicht sogar besser, dann kann ich mich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren und mein Arbeitspensum reduzieren.“ Dein Erlauber könnte also heißen „Ich darf mir Hilfe holen“

Für diese Erkenntnis und meine eigene Erlaubnis, meinen Erlauber sprechen zu lassen, habe ich sehr lange gebraucht. Erst in meiner Selbständigkeit habe ich das gelernt. Als Selbständige ist man ja viele Berufe in einem – Buchhalterin, Marketing- und Vertriebsexpertin, Webdesignerin, Programmiererin, Grafikerin, Fotografin und letztlich natürlich Expertin für das eigene Arbeitsfeld. Außer man gibt Aufgaben ab. Das habe ich dann recht bald gelernt, weil andere es halt auch einfach viel besser können als ich. Mein Erlauber “Ich darf mir Hilfe holen” setzt sich da ziemlich vehement durch 🙂

Warte mit deiner Auszeit also nicht erst bis zu dem Zeitpunkt, an dem du nicht mehr kannst. Nimm dir vorher schon Pausen und kleinere Auszeiten, um deine Energiereserven immer wieder aufzuladen.

Höre auf dein Bedürfnis nach Pausen und erlaube sie dir. Nutze diese Pausen für deine innere Reflektion und überlege, welche Aufgaben du an andere abgeben kannst, arbeite an deinem inneren Antreiber und gib ihm einen liebevollen Erlauber an die Seite.

Wie gesagt, habe ich lange gebraucht, um mir Auszeiten zu erlauben und nun nehme ich mir die erste Auszeit in meiner Selbständigkeit. Zwei Wochen, in denen es ruhiger auf meinen Kanälen wird und die ich für meine innere Einkehr und weitere Planung nutzen werde.

Du bist neugierig geworden auf EFT? Dann habe ich was für dich! In wenigen Wochen werde ich einen kostenlosen Workshop zur Klopfakupressur veranstalten. Melde dich am besten hier zu meinem Newsletter an und du wirst keine Information verpassen!

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