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Wir halten häufig an Vergangenem fest.

Wir haben Angst loszulassen, weil wir befürchten, das Vergangene so vollkommen zu verlieren. Wir vergeben unserer Vergangenheit nicht, weil da das Bedürfnis nach Genugtuung oder Rachegelüste sind.
Wir halten an Vergangenem fest, weil wir Angst haben vor der Veränderung, wenn wir loslassen.
Wir halten uns an unserer Vergangenheit fest, weil sie uns vertraut ist.
Wir lassen nicht los, weil wir nicht wissen, was als nächstes kommt.
Wir lassen nicht los, weil uns festhalten leichter vorkommt.

Stattdessen verharren wir im Hadern mit dem, was war, in Konflikten mit uns und anderen, in Beziehungen, die uns nicht gut tun, in Berufen, die uns nicht erfüllen.

Stell dir dein Leben vor, so wie du es dir von Herzen wünschen würdest.
Ist es nicht strahlender und glücklicher als das, an dem du dich festhältst?

Festhalten ist sehr viel häufiger schmerzhafter als loszulassen. Lediglich Angst hält uns davon ab.

Diese 4 Schritte können dir helfen, Vergangenes loszulassen. Um dich freizumachen für all die schönen Dinge, die auf dich warten. Um deine Wünsche zu verwirklichen. Um dein Leben zu leben. Um den gegenwärtigen Moment zu genießen.

Du hast die Wahl – das Leben spielt Jetzt!

1. Loslassen beginnt bei annehmen und annehmen beginnt bei dir!

Eigenlob stinkt, Selbstliebe ist arrogant, Dankbarkeit heißt sich unterzuordnen, Stolz ist überheblich.
Mit solchen Überzeugungen wachsen wir auf. Unsere Gesellschaft versucht so zu verhindern, dass wir über Höhenflüge nachdenken.
Das leuchtet auch ein, denn würden wir alle unsere Träume und Wünsche verwirklichen wollen, würden wir uns nicht mehr ausbeuten lassen in starren Arbeitssystemen, unterbezahlten Berufen und miserablen Altersaussichten.

Wenn wir jedoch etwas verändern wollen – und Veränderung beginnt immer mit loslassen – müssen wir lernen, uns so anzunehmen wie wir sind.

Dass wir letztlich unsere größten Kritiker*innen sind, macht das nicht gerade einfacher.

Ein effektiver Weg ist, dir selbst zuzuhören.

Wie redest du mit dir? Bist du wohlwollend mit dir oder verurteilst du dich für jeden kleinen Fehler? Hast du Respekt vor deiner Leistung oder machst du jeden Erfolg sofort zunichte? Denkst du, dass dir IMMER und NIE etwas gelingt, oder gibt es Unterschiede?

  • Nimm nur wahr, wie du mit dir redest, ohne es zu bewerten. Du möchtest nur mal zuhören.
  • Schreibe dir die Sätze auf, ohne sie zu interpretieren oder zu relativieren.
  • Suche Alternativsätze

Statt “Ich hätte das auf jeden Fall besser wissen müssen!” kannst du dir sagen: “Ich habe mein Bestes gegeben mit dem Wissen, das mir zur Verfügung stand.”

Statt “Ich kriege das NIE hin!” sage zu dir wohlwollend: “Ich habe meine Stärken und muss nicht perfekt sein.”

Mache diese Übung mindestens für 3 Wochen: Zuhören, Notieren, Alternativen suchen

2. Was möchtest du loslassen und welchen Nutzen hast du davon?

Überlege dir konkrete Punkte, an denen du Arbeiten möchtest.

Statt “Meine Arbeit nervt” überleg, was genau dich an deiner Arbeit nervt: “Der Arbeitsauftrag, der mir keinen Spaß macht.”

Statt “Ich bin der emotionale Mülleimer für ALLE” ist es vielleicht die eine Freundin, die schon lange nach einer Lösung sucht und sich im Kreis dreht.

Was hast du davon?

Und nun überlege dir für jeden einzelnen Satz, welches Resultat du erwarten kannst, welchen Nutzen es für dich bei dieser konkreten Sache hat, loszulassen.

Zum Arbeitsauftrag: Du gewinnst Gelassenheit, wenn du den inneren Widerstand gegen deine Arbeit loslässt.
Zur Freundin: Zu stärkst deine Selbstfürsorge, wenn du ihr sagst, dass du gerne für sie da bist, du ihr aber nicht helfen kannst und sie andere Hilfe benötigt.

3. Bereite dich auf den Abschied vor

Würdige das, was war

Du möchtest in Frieden loslassen und dazu gehört, das Erlebte zu würdigen und dankbar dafür zu sein, was es dir gebracht hat. Auch wenn du Ärger, Wut, Enttäuschung oder Verletzung erlebt hast, bist du daran gewachsen. Dafür kannst du dankbar sein. Vielleicht hatten das Erlebte, dein Verhalten, deine Gedanken auch einen Nutzen für dich, dann kannst du dafür dankbar sein.

Verzeihe deiner Vergangenheit

Das ist ein intensiver Schritt und benötigt Zeit. Aber lass immer wieder den Gedanken zu, dich mit deiner Vergangenheit, deinem vergangenen Selbst zu versöhnen. Durch die praktizierte Dankbarkeit wird es dir leichter fallen zu vergeben.

Je mehr Zeit und Gefühl du in diese Phase investierst, umso leichter wird es dir fallen, etwas Neues zu beginnen.

Nutze ein Ritual

Rituale spielen eine wichtige Rolle beim Loslassen. Überlege dir ein Ritual, mit dem du würdigen, verzeihen und dann loslassen kannst.

Schreibe z.B. alle deine Gedanken auf einen Zettel und lass ihn auf einem Fluss davontreiben oder zünde eine Kerze an.

Sage dir dabei: „Ich danke dir, dass ich an dir wachsen durfte und dass du mir gezeigt hast, was ich nicht möchte. Ich bin nun bereit, einen anderen Weg zu gehen.“

4. Überprüfe deine Entscheidung

Du hast nun dein Ritual vollzogen und die Umbruchphase durchstanden, in der vielleicht noch mal Zweifel aufkamen. Nun bist du im Neubeginn.

Fühl’ nun nochmal in deine Entscheidung hinein.

Ist da noch Ärger, Wut, Enttäuschung, Trauer? Dann gehe nochmal in zum Dritten Schritt zurück. Schau nochmal, was noch geheilt werden möchte. Wo das Gefühl herkommt.

Du fühlst dich frei und voll Tatendrang? Hervorragend! Nutze diese wunderbare Energie, um deine Wünsche und Ziele zu verfolgen und zu genießen!

  • Nimm dich so an wie du bist, denn du bist genau richtig.
  • Überlege dir, was genau du loslassen möchtest und welchen Nutzen du davon hast
  • Würdige die Sache, übe dich in Dankbarkeit und lasse sie in einem Ritual gehen
  • Fühlst du dich frei oder sind da noch unangenehme Gefühle? Je nachdem gehe zu Schritt 3 zurück oder genieße einfach das Leben!

Literaturempfehlung: Prof. Dr. Jutta Heller (2013), Resilienz: 7 Schlüssel für mehr innere Stärke. München: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH

P.S.: Die hier vorgestellten Schritte sind kein Ersatz für eine professionelle Unterstützung oder Therapie. Madeleine Kumbartzki erstellt hiermit keine Diagnose oder Therapieempfehlung. Die Leser*innen handeln in eigener Verantwortung.

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